Katzen oder Hunde?

Hund und Katz
Sowohl Katzen, als auch Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren der Menschen. Sie sind Begleiter, Freunde und oft auch Tröster und tragen nicht selten zu einem psychischen Wohlbefinden des jeweiligen Halters bei. Doch neben diesen Gemeinsamkeiten, die beiden Haustierarten im Bezug auf den Menschen haben, sind Hunde und Katzen ansonsten sehr unterschiedlich.
Hunde sind in ihrer Art sehr treu und anhänglich. Sie sind stark auf ihren Halter fixiert und versuchen stets, die Aufmerksamkeit, aber auch die Liebe ihres Halters zu bekommen. Dies ist darin begründet, dass Hunde Rudeltiere sind und die Gemeinschaft mit Artgenossen, zu denen der Mensch in dieser Beziehung ebenfalls gehört, suchen und brauchen. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang oftmals betont, dass der Hund als der beste Freund des Menschen gilt. Seine Liebe ist scheinbar bedingungslos.
Doch gerade diese Anhänglichkeit und Treue führt andererseits auch dazu, dass Hunde nicht lange alleine bleiben können. Sie wollen Aufmerksamkeit und sie wollen von ihrem Halter beschäftigt werden, geschieht dies nicht, können sie Unzufriedenheit und, damit verbunden, verschiedene Verhaltensstörungen entwickeln. Sei es nur das Alleinlassen aufgrund der Arbeit, oder gar das Abgeben in eine Unterkunft aus Urlaubsgründen – Hunde wollen in der Nähe ihrer Besitzer bleiben. Bellen, Jaulen oder Schnappen sind hier nur einige Arten des Hundes, seine Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen und die Aufmerksamkeit des Herrchens wieder auf sich zu lenken.
Katzen wiederum sind in dieser Beziehung das genaue Gegenteil des Hundes. Katzen sind Einzelgänger, sind selbstständige Dickköpfe, die dann zu ihrem Halter kommen, wenn sie es für richtig erachten. Meist beschäftigen sie sich jedoch lieber mit sich selbst und zollen dem Herrchen nur wenig Aufmerksamkeit. Der positive Effekt hiervon ist jedoch, dass Katzen folglich weniger Beschäftigung brauchen und somit auch weniger zeitaufwendig sind als Hunde. Im Gegensatz zu Hunden wollen sie nicht ständig ihr Herrchen um sich, sie wollen nicht immer einen Menschen in ihrer Nähe und dementsprechend ist es kein Problem, sie auch einmal für eine gewisse Zeit alleine zulassen, ohne dass das Tier, wie der Hund, unter der Einsamkeit leidet. Katzen sind in diesem Bereich also für jene Menschen vorteilhafter, die weniger Zeit für ihr Haustier haben bzw. in dieses investieren wollen.
Doch gerade diese Eigenständigkeit der Katzen führt auch dazu, dass sie zum einen weitaus weniger treue Begleiter sind als ein Hund. Zum anderen ist es sehr schwierig bis unmöglich, einer Katze bestimmte Verhaltensweisen bzw. Tricks beizubringen. Hunde sind hier wiederum sehr lernfähig. Man kann sie geradezu dressieren, konditionieren und ihnen allerlei Verhaltensweisen antrainieren. Hunde merken sich diese und werden das neue Verhalten auch in den meisten Fällen beibehalten.
Katzen wiederum sind sehr starrsinnig. Selbst wenn es gelingen sollte, durch Konditionierung bestimmte Verhaltensweisen herbeizuführen, kann es schnell passieren, dass die Katze die neu gelernten Muster durchbricht und wieder macht, was sie will. Katzen lassen sich nur ungern lenken, sie entscheiden, was sie wollen und so sind sie, im Gegensatz zum treuen und lernwilligen Hund, mehr für Menschen, die auf die Eigenständigkeit eines Tieres mehr Wert legen, als auf bedingungslose Treue und Kontrollierbarkeit.
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